Die Sopranistin Nora Bertogg wurde in Chur (Schweiz) geboren. Den Bachelor of Arts in Music, welchen sie mit Auszeichnung abschloss, absolvierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste in der Gesangsklasse von Jane Thorner-Mengedoht. Im Sommer 2017 schloss sie anschliessend ihren Master Specialized Music Performance Opera an der Hochschule der Künste Bern im Schweizer Opernstudio ab. Derzeit bildet sie sich bei der österreichischen Sopranistin Sandra Trattnigg in Zürich weiter.

Am Theater Biel/Solothurn sang Nora Bertogg in der Saison 2016/17 die Rolle der La Ciesca in Gianni Schicci (Puccini) und die Rolle des Liftgirls in La notte di un nevrastenico (Nino Rota). Ausserdem interpretierte sie die Rolle der Miss Pinkerton in Menottis The old maid and the thief. Des weiteren war sie am Davos Festival 2016 in der Oper Die Schweizerfamilie (Joseph Weigl) in der Rolle der Gertrude Boll zu hören.

Solistische Auftritte u.a. mit Orchestrina Chur mit Bachs Stabat Mater, mit Opera Viva, beim Rahn Continuo Konzert 2019, bei Inscriptum in dem Musiktheater ich&er, in den Eigenproduktionen SANGLOTS, Von Lieb und Leid, Voix-Là sowie einer gekürzten Fassung von Così fan tutte. Im Herbst 2018 sang sie in einer konzertanten Version Ausschnitte aus Leonard Bernsteins West Side Story, Candide und Wonderful Town im Rüttihubelbad in Bern. 

Weiter widmet sie sich immer wieder dem Liedgesang, dies u.a. im Liedduo mit Alexander Boeschoten und Larisa Baghdasaryan. Nebst ihrer vielseitigen solistischen Tätigkeit widmet sich Nora Bertogg auch dem professionellen Ensemblegesang. Im Jahr 2016 sang sie mit der Zürcher Singakademie das Weihnachtskonzert in der Tonhalle Zürich, im Frühjahr 2019 war sie mit dem Ensemble Origen auf dem Julierpass zu hören.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in der Liedklasse von Hans Adolfsen, Christoph Berner und Edward Rushton, in der Zusammenarbeit mit Malin Hartelius, Andreas Zimmermann, Stefan Saborowski, David Thorner und Krishan Krone. Sie arbeitete schon mit verschiedensten Dirigenten zusammen, u.a. mit Stefano Lano, Marco Zambelli, Franco Trinca, Andreas Felber, Clau Scherrer, Andrea Jehli. Meisterkurse bei Edda Moser, Alessandra Althoff Pugliese und Krisztina Laki runden ihre Ausbildung ab.

Ein besonderes Interesse der jungen Sängerin gilt der Interpretation von zeitgenössischen Werken. Sie besuchte diverse Meisterkurse in Vokaltechnik für neue Musik bei Sarah Maria Sun. Daraus entstanden u.a. szenische Interpretationen von Benjamin Scheuers Babel, Georges Aperghis Recitations Nr. 9 und 11 und Cathy Berberians Stripsody. Bei Sarah Maria Sun studiert sie aktuell an der Hochschule für Musik Luzern im Master of Arts Musicpedagogy.

Nora Bertogg wurde 2016 ein Stipendium des Rahn Kulturfonds zugesprochen, ausserdem wurde sie 2017 mit einem Kulturförderpreis des Kanton Graubündens ausgezeichnet.